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Jawohl, Respekt, Respekt, Sie haben auf „mehr“ geklickt. Sie scheinen zu den Leuten zu gehören, die sich nicht mit ein paar schönen Aussichten auf eine bessere Zukunft zufrieden geben, sondern wissen wollen, was dahinter steckt. Zum Beispiel, ob derjenige auch der Experte ist, der er vorgibt zu sein.
Ich liebe das, wenn Menschen so sind. Realitäts-Prüfung! Nur so vermeidet man unnötige Sackgassen und kostspielige Umwege. Wir steigen nur in Taxis, wo wir den Fahrer geprüft haben auf Vertrauenswürdigkeit und Kenntnisstand.

Nun, wenn Sie mich wirklich kennen lernen wollen, müssten Sie mal eine Zeit mit mir quasi zusammen leben (z. B. in meinen Wochentrainings). Weniger aufwändig ist es, meine Vita zu lesen. Für den Moment soll genügen, dass ich Ihnen sage, was mich zum Magischen Kommunikations-Stil geführt hat.

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Als Jugendlicher hatte ich zwei recht extreme Phasen: Einmal war ich scheu, zurückgezogen und unsicher und dann wieder, leider viel zu selten, unbeschwert offen, leicht zu begeistern und gern mit Menschen zusammen. Extrovertierte Phasen waren von introvertierten gefolgt und umgekehrt.
Das für mich Schmerzliche war, dass ich in den introvertierten Phasen nichts mehr von den Fähigkeiten hatte, die mir in der extrovertierten zur Verfügung standen, wie z.B. Menschen für mich zu gewinnen und mit anderen Spaß zu haben. Da war ich unbeholfen, wusste nicht, was ich sagen könnte und drückte mich lieber vor jeder Konfrontation. Darunter litt ich sehr, weil ich richtig spürte, wie verwundert oder sogar enttäuscht die Menschen von mir manchmal waren. Manchmal verlor ich durch solche „Menschenscheu-Attacken“ gute Freunde.

Ich bekam viel Unterstützung von aussen, auch therapeutische, um mit diesem Problem fertig zu werden. Es wurde zwar besser, aber zufrieden war ich immer noch nicht mit mir. Vielleicht war das auch der tiefere Grund, warum ich dann mit 20 Jahren Psychologie studierte. Sogar meine Diplomarbeit hatte das Thema „Ein Semantik-Trainings-Programm“, was nichts anderes sagen soll als „der kluge Umgang mit Menschen“. Dass ich für so etwas ein „Händchen“ zu entwickeln begann, sah ich am Erfolg (Note 1) und dass das Herzstück davon in einer renommierten Zeitschrift abgedruckt wurde.

Ich schlug im Studium die klinische Richtung ein, d.h. ich wurde Therapeut, genauer: Psychologischer Psychotherapeut, ein Arzt für die Seele.
An der Uni hatte ich, was den gekonnten Umgang mit anderen anbelangt, so gut wie nichts gelernt. Auch wenn man Universitäts-Professor ist, ist man nicht unbedingt ein Ausbund an Geselligkeit und mitmenschlichem Knowhow.
Ich suchte mir die besten Lehrer, meist in den USA und bekam von jedem wertvolle Stücke für meine Sammlung. Ich betrachte mich im Nachhinein dabei als einen Second-Generation-Wizard: Ich lerne durch intensiven Kontakt mit den Spontan-Genies der Kommunikation, wie sie es machen, wie sie vorgehen und schäle das Wesentliche heraus, bringe die einzelnen Teile in eine sinnvolle Vernetzung und ersinne dann Wege, wie man sich das Ganze mithilfe von Bewusstheit und Verstand aneignen kann. Unter Aneignen verstehe ich das Heranzüchten einer inneren Haltung und der dazu gehörigen Fertigkeiten. Nur dann ist es Eigenpersönlichkeit und keine Kopie.
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Heute weiß ich, dass ich damit unbewusst die richtige Strategie gewählt hatte, um meine „Täler von Unbeholfenheit“ zu meistern. Da ich durch meine Studien vom Köpfchen her genau wusste, welche Fertigkeit im Moment gut passen würde, konnte ich sozusagen „mit dem Kopf einspringen“, wenn die, sonst recht gut fließende, Intuition mal ausblieb. Mein Wissen und KnowHow war sozusagen das „Starterkabel“ für Spontaneität und Intuition.

Es gibt aber noch einen anderen, sehr gewichtigen Grund, warum ich das Zusammenfassen all meines Kommunikations-Wissens in ein leicht erlernbares System für eminent wichtig erachte: Mein Beruf! Meine Tätigkeit als Coach, Trainer, Psychotherapeut und Berater.

In den Sitzungen wurde ich nämlich immer wieder gefragt: „Was soll ich denn in dieser Situation machen, Herr Schachtner?“
Ich empfand es in den ersten Jahre meines Berufslebens immer als eine Schlappe, wenn ich darauf auch nichts anderes sagen konnte als: „Sie scheinen da sehr darunter zu leiden“ oder „Wie lange drückt Sie das nun schon?“ Ich schwor mir damals, auf alle diese Fragen praktische und brauchbare, funktionierende Lösungen zu finden und parat zu haben. Und erst als meine Klienten immer wieder mal sagten: „Sie sind ganz anders als die Therapeuten, die ich kennengelernt habe!. Von Ihnen bekommt man ja Antworten! Und die noch dazu praktikabel sind und funktionieren!“, wusste ich, dass ich auf dem richtigen Weg war.

Es dauerte allerdings viele Jahre und viel philosophisches Studium bis sich bei mir die klaren und wertvollen Erkenntnisse herausschälten und ordneten, die heute das MagSt-System darstellen. Mit zunehmendem Alter erweiterte sich auch der Kreis meines Anspruches. Die Strategien und Lösungen meines Kommunikations-Ansatzes sollten nun auch noch eine andere Forderung erfüllen als nur die: Dem vor mir sitzenden Klienten weiter zu helfen. Sie sollten so beschaffen sein, dass sie Bedingungen herbei führen, die für alle Beteiligten förderlich sind. Am besten so, dass sie auch das allgemeine Klima zwischen den Menschen verbessern. Nur Lösungen, die langfristig das Vertrauen zwischen den Menschen stärken, die Hilfsbereitschaft und die Verantwortung füreinander fördern und welche auch von Herzen kommen, werden uns auf lange Sicht eine Welt und Umwelt bescheren, die wir guten Gewissens einmal unseren Kindern übergeben können.

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